Affen in Ubud - Der Affenwald in Ubud
Asien

Der Affenwald in Ubud

Lianen, tropischer Wald und eine Horde Affen prägen den Besuch des Monkey Forest/Affenwald in Ubud. Er liegt im Pendangtegal Tal der indonesischen Insel Bali und ist ein absolutes Highlight auf jeder Bali-Reise.


Kleine und große Affen blicken mich erwartungsvoll an. Sie liegen auf dem Boden, sitzen in den Bäumen und hangeln sich an den Lianen entlang. Ich muss mir das genauer ansehen und suche mir ein schattiges Plätzchen. Keine Minute vergeht und ich sitze nicht mehr alleine auf meinem etwas unbequemen Stein. Ein kleines Äffchen studiert meinen Rucksack. Vielleicht kann er ihn ja öffnen um an die Bananen darin zu gelangen. Leider ohne Erfolg – für ihn. Anschließend klettert er auf meinen Kopf und untersucht meine Haare.

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Ein Park voller Affen

Der Affenwald ist nahe der Stadt Ubud gelegen, genauer gesagt im Dorf Pendangtegal. Ich habe den Park mittels eines kurzen Fußweges von meiner Unterkunft in Ubud aus erreicht. Doch auch Busse oder Tuktuks fahren den Park regelmäßig an. Der Monkey Forest kann täglich von 8.30 Uhr bis 18 Uhr besucht werden. Verschiedenste Baumarten und einige Tempelanlagen können auf der 12,5 Hektar großen Fläche erkundet werden. Doch Obacht bei der Erkundung des Parks. Die Affen lauern überall und stibitzen Essen und Trinken. Oder auch Sonnenbrillen, falls diese nicht fest in euren Rucksäcken verstaut sind.

Die über 700 Affen dieses Parks haben hier ihr Zuhause. Auf einem großen Schild am Eingang des Monkey Forest wird deshalb auf die richtigen Verhaltensweisen hingewiesen. Man sollte den Affen beispielsweise nicht in die Augen schauen. Auch das Streicheln dieser sollte unterlassen werden, da sie sich sonst angegriffen fühlen könnten und beißen.

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Die Affen sind los

Ich brauche nicht weit zu gehen, um den Affen zu begegnen. Nur wenige Meter nach dem Eingangstor zum Affenwald sitzen sie auf dem Weg und in den Bäumen. Sie blicken mich mit ihren spitzbübischen Augen an. Mein Rucksack scheint sie zu interessieren. Vielleicht sind es die Kordeln daran oder auch die Bananen darin. Gestern habe ich sie auf dem Markt gekauft und konnte sie problemlos mit in den Park nehmen.

Auf dem großen Platz unweit des Eingangs verkaufen die Parkwächter ebenfalls Bananen und andere Früchte, mit denen die Affen gefüttert werden können. Ein Anziehungspunkt für Touristen und Waldbewohner. Fasziniert betrachte ich die kleinen Affenbanden und -familien. Nach einigen Minuten setze ich meine Erkundungstour fort.

Die Affen scheinen überall zu sein. Sie klettern auf den Steinfiguren der Tempelanlagen umher und hüpfen über unsere Köpfe hinweg. Plastikflaschen, Kekse und andere interessante Dinge sind vor ihren kleinen flinken Händen nicht zu schützen. Auch meine mitgebrachten Bananen überleben nicht lange.

Kaum habe ich sie aus meinem Rucksack geholt, steht der erste Affe neben mir und zupft an meinen Klamotten. Er blickt mich mit seinen Kulleraugen an. Schau, wie süß ich doch bin. Meine erste Banane hat den Besitzer gewechselt, da sitzt der nächste auf meiner Schulter. Anstatt abzuwarten, bis ich ihm eine Banane gebe, nimmt er sie mir selbst aus der Hand. Danach schmatzt er mir auf meiner Schulter etwas vor. Die Banane schmeckt. Ganze zehn Minuten bleibt er gemütlich auf meiner Schulter sitzen. Selbst als keine Bananen mehr übrig sind macht er keine Anstalten seinen Platz zu verlassen.

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Zwischen Lianen und Tempeln

Nachdem ich mich von den Affen lösen kann, schlendere ich weiter durch den Park. Zwischen all den alten Bäumen und herunterhängenden Lianen fühle ich mich in eine andere Zeit versetzt. Kleine Altare und Tempelfiguren sind von Moos bewachsen. Hier scheint sich die Natur zurückzuholen, was einst ihr gehörte.

Bachläufe und kleine Flüsse plätschern im Hintergrund. Fische schwimmen in den angelegten Teichen. Sonnenlicht spiegelt sich auf den Wasseroberflächen. Der Affenwald hat viel mehr zu bieten als nur seine Bewohner. Aber natürlich sind diese überall zu finden.  IMG 4625 225x300 - Der Affenwald in Ubud

Fazit:

Ein Tag im Affenwald von Ubud hat viel zu bieten. Zuerst einmal die Begegnung mit den Affen, welche an einem herumklettern und Früchte aus deiner Hand essen. Anschließend die verschlungenen Wege entlang laufen und immer wieder etwas neues zu entdecken. Entspannung finden auf der Rasenfläche im hinteren Teil des Parks, wo du die Affenkinder beim Spielen beobachten kannst.

Leider gibt es auch hier Touristen, welche sich nicht an die Verhaltensregeln halten und die Affenbabys auf den Arm nehmen oder versuchen die Affen zu streicheln. Meist bekommen sie ihre Quittung recht schnell, wenn der Affe einmal zubeißt. Aber auch die Kameras, welche nur wenige Zentimeter vor die Bewohner dieses Waldes gehalten werden, hinterlassen einen faden Beigeschmack. Schließlich ist dies ihr Zuhause und auch wir wollten nicht permanent fotografiert und angefasst werden in unseren eigenen vier Wänden.

Am besten einfach hineinspazieren und das Abendteuer genießen. Ein paar Schnappschüsse schießen und ansonsten beobachten und staunen 🙂

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